Das A-Team

Nidau A gewinnt gegen ein starkes Colombier in der Verlängerung mit 3:2 – Bäm!
In Nidau stellt sich an diesem schönen, herbstlichen Samstag Nachmittag beim Münzwurf nicht die Frage, ob Service oder Annahme – wir gewinnen die Fensterseite und konnten so die Sätze 1 und 3 mit dem Licht im Rücken spielen.

Trotzdem ist es Nidau, welches zuerst mal ins Spiel kommen muss und die neue Aufstellung sich zuerst mal finden muss. Oli ‚darf‘ auch noch ein zweites Mal die Bälle verteilen und Badou, Fäbu und Marvin ergänzen das Team mit den Ausfällen von Nico und Yannick. Gegenüber steht ein explosives Gemisch bestehend aus sehr talentierten Junioren sowie 4 Altherren, welche auch selber auch schon die höchsten Ebenen des schweizer Volleyballs erlebt haben.
0-6 Timeout Nidau!

Im Wissen des Endresultates könnte mal schon fast behaupten, es sei geplant gewesen, absichtlich schlecht zu starten, auf jeden Fall sollten an diesem Nachmittag die Timeouts nichts ohne Nutzen sein! Bis 12:12 war der Rückstand wieder aufgeholt und nun folgte der offene Schlagabtausch. 3 taktische Wechsel zum Satzende irritierten den Gegner und es war Nidau, welches mit 27:25 den Satz gewinnen und in Führung gehen konnte! Nun folgte das Spiel gegen sie Sonne, bzw. gegen das Licht. Colombier war besser, Nidau blieb mit gutem Service dran, verlor aber den Anschluss wieder, diesmal brachten die Wechsel weniger Impulse, dafür punktete der Coach mit einem Timeout. Doch zu mehr als 18 Punkten reichte das nicht. – Seitenwechsel!

Nun startete Oli seine Show und setzte seine Angreifer virtuos ins Szenze und brachte den gegnerischen Block und auch die Verteidigung zum verzweifeln. Nach einer 20:9 Führung liessen die Nidauer Jungspunde zwar die Kolumbianer nochmals etwas heran kommen, aber auch hier war bei 18 Punkten Schluss – 2:1 Führung!

Die Nidauer Sonne verblasste aber schnell. Einerseits zwar zum Vorteil des Spiels, weil der Blendfaktor nun etwas geringer war (wir erinnern uns, dass wir nun wieder gegen das Licht spielen durften), andererseits wurde das Nidauer Spiel immer dunkler, bzw. auch die Blocks der Gegner. So war das Spiel wieder auf Messers Schneide und bis zum Blockout mit Olis Finger war der Rhytmus optimal um in 4 Sätzen gewinnen zu können. Timeout , Wechsel, Rückwechsel – weg war der Satz 22:25 = Tie Break!

Tie Breaks gewinnt man im Kopf – und beim Münzwurf… Start gegen das Licht, Abschluss mit dem Licht, so der Plan von Hannibal.
Die Risikobereitschaft war nun ein wenig gesunken, was zu einem offenen Spiel führte – Seitenwechsel 8:7 für Nidau, es kann weiter gehen.
9:9, 10:10 alles in der Reihe. Bei 10:12 kam Plan B (wohl wegen der lautstarken Unterstützung von Nidau B),: der Coach als Blocker aufs Feld und vor allem kurz darauf an den Service (glänzige Augen und Händereiben beim Coach, zittrige Knie beim Gegner). Ein Ass und ein Servicewinner später war das Score wieder ausgeglichen, der Showdown konnte beginnen. Mal ein Punkt hier, mal einer da, schaukelten sich die beiden Teams immer weiter nach oben, bis Badou die Stimme der altehrwürdigen Beundenhalle erhörte, die da sagte: „Hau drauf!!“ – und er haute drauf! 19:17 – 3:2 Sieg

Marc konnte am Ende 111 Punkte für Nidau und deren 110 für Colombier notieren!
Die beiden Schiris Hochuli und Lenweiter, welche ihre Aufgabe tadellos erledigt hatten, durften nach 1h41 endlich an die Buvette!
John „Hannibal“ Smith: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“