Ein Krimi in 5 Kapiteln

14 Stunden erst war es her, dass wir unseren Freitag-Abend-Sieg gegen VFM B bei einem MC Donalds Menu gebührend feierten. Jetzt stand das Damen 2 bereits wieder Einsatzbereit in der Halle. Schauplatz diesmal: Beunden Nidau – Spiel gegen den VBC Delémont. Dass dieser Match spannend und eine Herausforderung werden würde, war uns allen klar, doch mit so einem Krimi hat wohl doch niemand gerechnet…

Vom ersten Satz an war das Spiel eine Knacknuss. Immer wieder machten wir Punkte und spielten konstant. Dies traf aber ebenso auf unsere Gegnerinnen zu, welche genauso immer mit Punkten und besonders mit einem starken Aussenangriff konterten. So ging es immer hin und her.  Mit der Zeit begannen in unser Spiel einige Fehler einzuschleichen. Es musste also eine Lösung her: Ein Doppel-Wechsel Dia/Pass etwa in der Mitte des Satzes. Umstellung in der Annahme wieder auf P1. Und siehe da, wir holten uns den Ball wieder zurück! Einige Bälle und Punkte in dieser Aufstellung und wir waren wieder voll im Spiel. Mit dem anschliessenden doppelten Rückwechsel und den weiter folgenden Punkten zogen wir unseren Gegnerinnen dann definitiv davon und holten uns den ersten Satz.

Der zweite und dritte Satz verliefen in einem ähnlichen Muster. Beide Teams punkteten abwechslungsweise. Der Krimi ging weiter. Wieder kam der effektive Doppelwechsel zum Zug und auf der Aussenposition kam schliesslich Célia für Jasmin rein. Ausserdem konnte sich mit einem Wechsel auch unser Kücken Aurora auf Mitte beweisen.

Wir spielten gut und jede Spielerin trug ihren Teil dazu bei, dies reichte gegen unsere hartnäckigen Gegnerinnen jedoch nicht aus. So verliess uns mit der Zeit auch die Geduld und wir fingen an mehr Fehler zu machen. So gaben wir den dritten Satz schliesslich mit einem 25:12 ab. Tiefpunkt.

Jetzt mussten wir uns im vierten Satz also zusammenreissen und nochmals aufdrehen, sonst war fertig. Und siehe da: Der Kampfgeist war wieder erweckt. Uns wurde im richtigen Moment wieder bewusst, dass wir mindestens Gleichauf mit unseren Gegnerinnen waren und wir ihnen einen Sieg also sicher nicht einfach so schenken wollten.

Das taten wir dann auch nicht. Wir gaben nochmals Gas, holten uns unseren zweiten Satz und es ging in die Verlängerung. Jetzt war definitiv Money-Time. Wieder holten sich beide Teams abwechslungsweise Punkte. Das Spiel blieb spannend bis ans Ende.

Auch wenn Delémont den Match im fünften Satz schlussendlich für sich entschied, machten wir es ihnen bis zum Schluss nicht mehr einfach. Entsprechend knapper hätte das Resultat des letzten Satzes dann auch nicht ausfallen können: 15 : 13 für Delémont.

Enttäuschung über die Niederlage? Ja – ohne geht’s ja nie – aber trotzdem war da auch Zufriedenheit und Stolz. Einen Punkt haben wir geholt. Einen Wichtigen. Dass es nicht einfach werden würde, hatten wir gewusst und ,,nicht einfach’’ haben wir es unseren Gegnerinnen dann definitiv auch gemacht!