Englische Woche für die Damen 3. Liga B

Zum Auftakt unseres strengen Programms mit drei Spielen in vier Tagen ging es am Mittwochabend gegen die Spielerinnen von Franches Montagnes los. Unser knappes Kader wurde dieses Mal von Aurora und Dana verstärkt. Und eines lässt sich gleich vorwegnehmen: der Mannschaft gelang eine gute Reaktion auf den Durchhänger, der uns zuletzt zwei Niederlagen in Serie beschert hatte (2:3 gegen La Suze und 0:3 gegen VFM U17, insbesondere dieses Spiel war so elend schlecht, das war nicht einmal einen Matchbericht wert).
Zuerst sah es aber gar nicht nach einer Besserung aus. Kaum angepfiffen, waren wir schon massiv im Rückstand. Insbesondere die Services der Nr. 9 von VFM brachten uns schier zur Verzweiflung. Sie servierte nicht weniger als elf Mal im ersten Satz und fast immer war’s ein direkter Punkt. Am Schluss stand’s 18:25.
Doch uns gelang es, den verpatzen ersten Satz komplett zu vergessen und im 2. Satz so aufzuspielen, wie unsere Gegnerinnen im ersten, und so ging dieser diskussionslos an uns. Dieses Muster zog sich im Anschluss durch den ganzen Match: entweder dominierten wir den Satz deutlich oder aber verloren ebenso klar.
Nur der 3. Satz war einigermassen ausgeglichen. Am Schluss gewannen wir mit 3:2 Sätzen. Allerdings war’s dann schon 22.15 Uhr und so huschten wir alle schnellstens unter die Dusche, auch Capitaine Sarah, die eigentlich noch das Matchblatt hätte unterschreiben müssen. Zum Glück haben sie bei VFM kürzlich den Service massiv ausgebaut: die kommen jetzt mit Matchblatt und Stift direkt bis unter die Dusche… 🙂
VFM : VBC Nidau 2:3 (25:18, 14:25, 23:25, 25:16 und 11:15)

Keine 24 Stunden später traf man sich bereits wieder, dieses Mal ging es daheim in der Balainenhalle gegen den Tabellenzweiten aus Porrentruy. Und erstaunlicherweise lief’s noch besser als am Vortag. Die Sätze 1 und 2 gingen klar an uns (einmal lagen wir unglaubliche 13 Punkte vorne).
Der Mann an der Seitenlinie hatte keine Freude, musste viel herumschreien und übte sich einmal mehr im Schiedsrichter-Bashing. Wir liessen uns davon nicht aus dem Konzept bringen, sondern freuten uns über jeden Punkt und zogen unser Spiel (fast) konsequent durch. Einzig der 3. Satz „verheite“ uns ziemlich ab. Aber so machten wir halt im 4. Satz alles klar.
VBC Nidau : Porrentruy 3:1 (25:18, 25:14, 16:25 und 25:19)

Nach einem Tag ohne Volleyball ging’s am Samstag ins Derby gegen die ambitionierten Mädels von Volley Espoirs Biel-Bienne, die zurzeit von der Tabellenspitze grüssen. Ein Haufen Fans fand sich in der Beundenhalle ein (allerdings jubelten lange nicht alle für uns), ja sogar das Fernsehen war da (leider auch nicht wegen uns ;-)…).
Wir hofften darauf, unseren Exploit von Mitte Dezember zu wiederholen, als wir einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg drehen konnten. Es kam dann aber nicht so. Während wir im ersten und zweiten Satz mit den stark aufspielenden Jungtalenten noch einigermassen mithalten konnten, fiel unser Spiel im dritten Satz regelrecht auseinander. Die elf Sätze seit Mittwochabend steckten offensichtlich in unseren nicht mehr ganz jungen Knochen.
Erst als bei Biel, das mit deutlichem Sicherheitsabstand führte, ein oder zwei Spielerinnen aus der zweiten Garde eingewechselt wurden, gelang es uns, noch einmal bis auf 22:22 heranzukommen. Der Biel-Coach machte dann aber nicht viel Federlesens, beendete den Kurzeinsatz der beiden Eingewechselten und besiegelte damit auch unser Schicksal an diesem Samstagabend.
VBC Nidau : Volley Espoirs Biel-Bienne 0:3 (24:26, 20:25 und 23:25)