H3L- FSG Société de Courfaivre

27.Oktober 2018:

Die Achterbahnfahrt hält an. Zu Hause wird gewonnen. Auswärts werden Punkte liegen gelassen. Nach einer sehr knappen 2:3 Niederlage auswärts gegen den aktuellen Tabellenführer VBC Porrentruy wollten wir die makellose Heimbilanz weiter ausbauen. Diesmal wollte unser Coach wissen wie wir es ohne ihn als Geheimwaffe auf und am Spielfeld schaffen und ließ sich durch Niki aus der ersten Mannschaft vertreten. Bis auf Basil war die runde mit 10 anwesenden Spielern prall gefühlt.

Durch die kaum an Dramatik aber auch an Länge zu überbietende direkt zuvor ausgetragene Partie der ersten Mannschaft fing diese erst verspätet an. Womöglich trug der emotionale Eindruck des für die erste Mannschaft unglücklich ausgegangenen Matchs oder auch das etwas hastig ausgefallene Einspielen zu einem etwas chaotischen Start unsererseits bei. Obwohl wir den ersten Satz für uns entschieden, lagen zwischen diesem und dem ersten Satz im ersten Spiel der Saison gegen BMV92 Welten. Wir waren nicht ganz parat. Wir passten uns mehr an das etwas chaotische Spiel des Gegners an statt unser eigenes Ding konsequent durchzuziehen. Durch eine neue Trägheit in der Abwehr entstanden Löcher, die besonders bei häufigeren eher schwächeren Angriffen des Gegners das eine oder das andere Mal zu Punktverlusten auf unserem Spielkonto führten. Auch im Pass hatten wir relativ viele Probleme, die nicht nur auf die Abnahme zurückgeführt werden konnte. Dennoch konnten wir genügend Angriffe für uns entscheiden. Der Gegner half auch mit. So ging der Satz 25:21 für uns aus.

Unser Ersatzcoach stand unserem Stammcoach bezüglich der Leidenschaft und taktischer Experimentierfreude im Nichts nach! So regierte er und wechselte im zweiten Satz Andy und mich sowohl für die Mitspieler als auch für uns selbst ungewohnt aber nicht überraschend auf die Passpositionen ein. Was so mancher womöglich für ein Versehen eines Ersatzcoachs hielt, zahlte sich positiv aus. Wie vom Coach gefordert, spielten wir etwas mutiger und aggressivier im Pass und Angriff. So konnten viel mehr Angriffe erfolgreich durchgeführt werden. Weiterhin funktionierte in vielen Fällen unser Block. Kaum ein Angriff kam an Mättus Armen vorbei. Es gab auch direkte Blockpunkte. Das Spiel verlief trotzdem etwas seltsam für uns. Dennoch ging auch der zweite Satz wie der erste mit 25:21 zu Ende.

Bei der relativ gleichen Aufstellung hatten wir im dritten ein Tief. Ob es dem harten Übergang von Mallorcas Sonne, Strand und Beachvolleyball zu den härteren Indoorbällen und Kunstlicht geschuldet hatte ich ungewöhnlich große Probleme mit der Abnahme. Der Gegner nutzte das auch zum Teil konsequent aus. Auch in der Abwehr waren wir weiterhin etwas träge. Dieser Satz ging mit 23:25 zu Ende.

Im vierten Satz zählte der Coach auf die Stammformation im ersten Satz. Weiterhin etwas mühsam aber auch ergebnissicher konnten wir den vierte Satz mit 25:20 und damit auch das Spiel mit 3:1 für uns entscheiden.

Fazit? Erfreulicherweise stimmen die Abläufe des relativ neu eingeführten Systems immer besser. Es kam immer weniger bis selten zu Spielsituationen wobei jemand einfach seine Rolle augenblicklich vergaß. Und wenn das passierte, griefen die Mitspieler geordnet und wirksam ins Geschehen ein. Wir servierten relativ sicher und verursachten immer Probleme damit auf der gegnerischen Seite. Der Block war passabel. Das gesamte Niveau stimmte. Der Zusammenhalt war da. Vielleicht war ausgerechnet die Spielweise dieses Gegners eine für uns unangenehme. Und wir ließen uns auf das fremde Spiel und das fremde Tempo ein. Grundsätzlich stimmte so einiges und fehlte wenig. Der frische Blick des Ersatzcoachs hilft uns enorm unser Spiel mit einem anderen Blickwinkel zu sehen. Denn wir wollen uns weiter als Mannschaft verbessern. Wir werden sicher unsere Beobachtungen und daraus entstehenden Analysen in unsere nächsten Trainings einfließen lassen.

Wir sind auf dem Kurs! Mit etwas mehr Mut und mehr Fokus würden wir solche Spiele nicht nur gewinnen, sondern auch genussvoll absolvieren und noch mehr Momentum in die nächsten Partien mitnehmen.