VBC La Suze – VBC Nidau Damen 3. Liga B

Nach dem einfachen aber irgendwie doch unbefriedigenden 3:0 Sieg gegen den Tabellenletzten La Vendline, finden wir uns erneut auf dem 2. Platz wieder (unbefriedigend deshalb, weil wir uns, wie so oft, dem tiefen Niveau der Gegnerinnen anpassten anstatt unbeeindruckt unser eigenes Spiel aufzuziehen. Das ganze droht dann schnell ein unschönes Gewurstel zu werden…).

Item, La Suze ist ein anderes Kaliber, wir wir bereits selber feststellen durften, verloren wir doch das erste Spiel der Rückrunde gegen sie mit 2:3. Wir sind also gewarnt. Im 1. Satz passt bei den Jurassierinnen aber noch gar nichts zusammen, während’s bei uns läuft wie am Schnürchen. 15:25 steht’s am Ende. So darf es weitergehen.

Dann endlich, im 2. Satz, erwachen auch unsere Gegnerinnen und spielen stark auf. Wir halten dagegen und langsam kommen wir in der gut geheizten Turnhalle ordentlich ins Schwitzen. So gut aufgewärmt gelingen uns ein paar verrückte Ball-Rettungsaktionen. Die Stimmung steigt, es ist ein tolles Spiel, das einfach Freude macht. Doch dann kommt es zu einer denkwürdige Intervention des jungen Schiedsrichters, der unseren Ersatzspielerinnen doch tatsächlich das Anfeuern verbieten will (wir suchen noch immer nach der entsprechenden Regel im Reglement…). Wir sind ziemlich irritiert und haben La Suze je länger je weniger entgegenzusetzen. Ab Mitte Satz zieht La Suze unaufhaltsam davon und gleicht zum 1:1 aus.

Zu Beginn des 3. Satzes überfährt uns La Suze regelrecht, kaum angepfiffen steht’s schon 7:2. Wir machen es ihnen zugegebenermassen auch einfach, produzieren wir doch wie bereits im vorherigen Satz viele Servicefehler (O-Ton Coach Remo: Wenn ich für jeden Service-Fehler von euch ein Cüpli bekommen hätte, wäre ich längst besoffen!). Dann taucht unerwartet unser Kampfgeist wieder auf, der sich zwischenzeitlich davongemacht hat, und wir holen auf. Wir fighten und fighten und sind meist gleichauf mit unseren Gegnerinnen. Bei 20:20 nimmt Coach Remo ein Time-Out, einfach um uns Gelegenheit zu geben, ein paar Mal yogamässig tief ein- und auszuatmen. Es zahlt sich aus: am Schluss haben wir den längeren Atem, 28: 26 für Nidau.

Im 4. Satz kommt dann nicht mehr viel Gegenwehr von La Suze. Selbst mit der Hilfe der Schreiberin und ihrer Kollegin an der Zähltafel, die mindestens einen oder gar zwei unserer Punkte einfach unterschlagen, schaffen es die Jurassierinnen nicht mehr, das Blatt noch zu wenden.

VBC La Suze : VBC Nidau 15:25, 18:25, 28:26 und 25:16