Volley Solothurn – VBC Nidau: 3 zu 3 oder doch 0 zu 3?

h1-solothurnEin Doppelwochenende, und dies mitten im kühlen November. Am Vortag gab es in der heimischen Beundenhalle gegen Uni Bern nichts zu holen. Dies wollten die Nidauer gegen Solothurn korrigieren. Ein Kampf auf Augenhöhe sollte es geben. Die Nidauer mit zwei Siegen aus vier Spielen, die Solothurner noch ohne Sieg auf ihrem Konto, aber mit einem beachtlichen 2:3 gegen Muristalden.

Es wurde ein enges Spiel erwartet, doch bis es zu diesem kam, waren die Mädels der Drittliga noch am „bällelen“. Mit einer Stunde Verspätung, ging es dann los. Oder halt, nach Dreiviertelstunden ging es los. Denn das Einschlagen sollte man auch zum Volleyball dazu zählen. 1:0 für Solothurn. Dann ging es also richtig los. Vergleich der beiden Mannschaften bei der Startaufstellung: Solothurn hatte eine Trainerin, Nidau zwei kompetente Auswechselspieler und kein Trainer. 2:0 für Solothurn. Ich hole noch mehr aus, die Halle war klein, aber gut gefüllt. Mehr Zuschauer als am Vortag in der Beundenarena. 3:0 für Solothurn. Volley Solothurn hatte diesen Match eigentlich schon vor dem Spiel gewonnen.

Aber man sollte das Spiel dann doch fertig spielen. Nidau begann mit kompaktem Sideout, wenig Eigenfehlern und ein paar sehenswerten Blocks. Keine Baisse war auf Seiten der Nidauer zu erkennen und so wurde der erste Satz mit 25:18 gewonnen. Übrigens war dies der erste, erste Satz den die Nidauer in dieser Saison in einem Spiel gewinnen konnten. Dies war doch ein gutes Vorzeichen für den zweiten.

Doch so jung die Nidauer Equipe ist, so schlichen sich auch mehr Fehler ein. Schlechte Annahme da, zu weiter Pass hier, es war ein enges Spiel im zweiten Satz. Zum Glück für die Nidauer konnten sie auf die Hilfe der Servicefehlerquote auf Seiten Solothurns zählen. Nicht weniger als 9 Anspielfehler und Nidau konnte auch den zweiten Satz gewinnen.

Im Dritten Satz war die Gegenwehr nicht mehr so gross und es kam die Sternstunde von Dominic Lüthi. Als Ersatz für Nicolas Herren mitgereist, verbuchte er eine Hunderprozentquote im Angriff. Auch sonst, sah der Mitteangreifer, welcher normalerweise in der 2. Liga in Aktion tritt, auf dem Feld super aus. (Wenn man sein Können bestaunen will, das nächste Heimspiel seines Teams ist am Mittwoch, 23. November um 20H30 Uhr in der Beundehalle.)

Mit solcher Hilfe konnte also nichts mehr schief gehen und der VBC Nidau verbuchte den dritten Sieg in dieser Saison. Am Anfang hatte Solothurn die Nase vorn mit 3:0 danach holte Nidau mit dem Sieg auf. Es stand 3:3 im imaginären Spielstand, doch die drei wichtigen Punkte für die Meisterschaft sicherte sich Nidau.

Herren 1. Liga
Volley Solothurn – VBC Nidau 0:3 (18:25; 20:25; 18:25)
VBC Nidau: D. Lüthi, J. Schlub, K. Schlub, S. Béguin, L. Gyger, F. Ruch, M. Flury, M. Vogt, M. Kopp
Bemerkungen: Nidau ohne Herren (Arbeit).